Handystrahlung: Was Ihr Hersteller wirklich empfiehlt
TOCA · WISSEN
Von TOCA Redaktion · 2026 · 5 Min. Lesezeit
Ihr Smartphone hat eine Bedienungsanleitung. Die meisten Menschen haben sie nie gelesen. Darin steht unter anderem ein Hinweis, den fast alle Hersteller ohne Ausnahme einfügen: Halten Sie das Gerät bei der Nutzung am Körper einen Mindestabstand ein.
Apple, Samsung, Google, alle schreiben es. Nicht als Vorsichtsmaßnahme eines übereifrigen Juristen, sondern weil die SAR-Werte, also die spezifische Absorptionsrate elektromagnetischer Strahlung durch Körpergewebe, unter definierten Messbedingungen ermittelt werden. Und diese Bedingungen setzen voraus, dass das Gerät nicht direkt am Körper anliegt.
„Was Hersteller in ihrer Bedienungsanleitung schreiben, liest kaum jemand. Dabei steht dort etwas Bemerkenswertes."

Was der SAR-Wert bedeutet
Der SAR-Wert gibt an, wie viel elektromagnetische Energie pro Kilogramm Körpergewebe aufgenommen wird, wenn ein Handy in der Nähe des Körpers betrieben wird. In der EU gilt ein gesetzlicher Höchstwert von 2 Watt pro Kilogramm, gemessen am Kopf und am Körper getrennt.
Alle legal verkauften Smartphones in Deutschland unterschreiten diesen Grenzwert. Das bedeutet: Sie bewegen sich im gesetzlich erlaubten Bereich. Es bedeutet nicht, dass die Strahlung bei direktem Körperkontakt gleich hoch bleibt wie beim Testen mit Abstand.
Die Messung wird standardmäßig mit einem festgelegten Mindestabstand zwischen Gerät und Körper durchgeführt, typischerweise 5 bis 15 Millimeter. Das ist der kleine, aber wichtige Unterschied: Der SAR-Wert in Ihrer Produktbeschreibung wurde nicht gemessen, während das Handy in Ihrer Hosentasche steckte.
„Der SAR-Wert gilt unter Testbedingungen. Wer das Handy in der Hosentasche trägt, verändert diese Bedingungen."

Was Hersteller konkret schreiben
Die Hinweise variieren leicht je nach Hersteller, sind aber in der Substanz ähnlich. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) weist darauf hin, dass Smartphone-Hersteller in den Geräteinformationen auf ausreichenden Abstand beim Tragen am Körper hinweisen und empfiehlt, das Gerät beim Tragen am Körper nicht direkt auf der Haut aufliegen zu lassen, sondern einen Mindestabstand von einigen Millimetern einzuhalten.
Das klingt technisch. Konkret bedeutet es: Ihr Handy sollte nicht dauerhaft direkt an Ihrem Körper anliegen, sei es in der Hosentasche, in der Brusttasche eines Hemdes oder in einem Schulterholster, wenn Sie die Herstellerhinweise ernst nehmen.
Was das in der Praxis bedeutet
Die wissenschaftliche Debatte über Langzeitauswirkungen von Mobilfunkstrahlung ist nicht abgeschlossen. Das Bundesamt für Strahlenschutz selbst empfiehlt Vorsorge, ohne eine konkrete Gesundheitsgefahr zu belegen. Studien zeigen uneinheitliche Ergebnisse. Wer auf Basis dieser Unsicherheit Vorsorge betreiben möchte, findet in den Herstellerhinweisen selbst eine Grundlage dafür.
Die einfachste Maßnahme ist Abstand. Wer das Handy nicht in der Hosentasche trägt, reduziert die Exposition ohne Einschränkung der Nutzung.
Eine weitere Option ist direktionale Abschirmung. Produkte wie die TOCA Shield Pouch oder der TOCA EMF Waist Bag sind auf der körperzugewandten Seite mit einem leitfähigen Abschirmmaterial ausgestattet. Das reduziert die Strahlung auf der Körperseite, während das Gerät verbunden bleibt und weiter funktioniert. Diese Produkte blockieren keine Signale vollständig und sind keine Faraday-Lösung. Sie sind als Vorsorgeprodukt konzipiert, für Menschen, die ihr Gerät nah am Körper tragen und dabei die körperseitige Exposition reduzieren möchten.
„Abstand ist die einfachste Schutzmaßnahme. Wer das Gerät trotzdem nah am Körper trägt, kann die Körperseite gezielt abschirmen."

Für wen ist das relevant?
Die meisten Menschen, die ihr Handy gelegentlich in der Tasche tragen, haben keinen konkreten Anlass zur Sorge. Wer jedoch sein Gerät dauerhaft nah am Körper trägt, zum Beispiel im Beruf, beim Sport oder auf Reisen, hat möglicherweise ein erhöhtes Interesse an Vorsorge.
Das Thema ist auch für Schwangere relevant, die ihr Gerät am Bauch tragen, sowie für alle, die prinzipiell wenig unnötige Strahlenexposition wünschen.
TOCA entwickelt und produziert direktionale Abschirmprodukte für Smartphones. Der TOCA Shield Pouch und der EMF Waist Bag reduzieren die EMF-Exposition auf der körperzugewandten Seite, während das Gerät verbunden bleibt. In Deutschland entworfen. Für den täglichen Einsatz gebaut. Mehr dazu hier.